Business & Technologie

Michael
Schwarzer

Generalist mit über vier Jahrzehnten Erfahrung in den Welten von Business und Technologie.

Ich beschäftige mich bevorzugt mit Aufgaben, bei denen zunächst verstanden werden muss, was tatsächlich vorhanden ist, wie die einzelnen Teile zusammenwirken und warum etwas nicht so funktioniert wie erwartet.

Das kann Software oder Infrastruktur betreffen, eine gewachsene Systemlandschaft, Produktion und betriebliche Abläufe oder eine Situation, in der technische und organisatorische Fragen nicht mehr sinnvoll voneinander zu trennen sind.

Systemanalyse · Architektur & Integration · Projektleitung · Technische Leitung · Troubleshooting

Wie ich arbeite

Komplexe und schwierige Aufgaben

Ich finde mich schnell in komplexe Aufgaben und technische Zusammenhänge ein. Dabei kann es um ein neues System gehen, um einen schwer zu findenden Fehler oder um eine Situation, in der bisherige Lösungsversuche nicht zum Ziel geführt haben.

Entscheidend ist zunächst herauszufinden, was tatsächlich passiert und wo die Ursache liegt.

Nicht jede Aufgabe beginnt mit einer klaren Spezifikation. Manchmal gibt es ein gewachsenes System, unvollständige Dokumentation, widersprüchliche Informationen und mehrere Beteiligte mit jeweils einem anderen Blick auf das Problem. Dann beginnt meine Arbeit mit der Untersuchung.

Systeme und Zusammenhänge

Ich betrachte Systeme auf unterschiedlichen Ebenen. Dabei interessieren mich sowohl technische Details als auch Schnittstellen, Abhängigkeiten und das Zusammenspiel mit anderen Systemen und betrieblichen Abläufen.

Je nach Aufgabe kann der Blick deshalb von Software und Infrastruktur bis in Produktion oder Organisation reichen.

Ein technisches Problem ist nicht zwangsläufig allein technisch zu lösen. Entscheidend ist, die relevanten Zusammenhänge zu erkennen.

Unterschiedliche Rollen

Welche Rolle ich übernehme, hängt von der Aufgabe ab. Das kann eine technische Detailfrage ebenso sein wie Systemanalyse, Architektur, Integration, Projektarbeit oder eine zeitlich begrenzte technische Leitung.

Ich muss nicht dauerhaft Architekt sein, nur weil eine Aufgabe Architektur benötigt. Und ich muss nicht dauerhaft führen, nur weil für einige Monate technische Führung gebraucht wird.

Die Aufgabe bestimmt die Rolle.

Bestehendes verändern

Bevor bestehende Systeme verändert werden, möchte ich verstehen, wie sie tatsächlich funktionieren und wie ihre Bestandteile zusammenwirken.

Erst dann lässt sich sinnvoll entscheiden, was erhalten, ersetzt, integriert oder modernisiert werden sollte.

Architektur ist dabei häufig das Ergebnis der Untersuchung und nicht deren Ausgangspunkt.

Einige Beispiele

Siemens Nixdorf
Systeme nach einer Unternehmenszusammenführung

Nach der Zusammenführung von Siemens und Nixdorf gehörten unterschiedliche Verfahren, Daten und Organisationen plötzlich zu einem gemeinsamen Unternehmen. In der Region Ost übernahm ich unter anderem die eigenverantwortliche Zusammenlegung der beiden Verfahren TIS und PERLE.

Dazu kamen die Analyse von Betriebs-, Produktivitäts- und Servicedaten, Entscheidungsgrundlagen für den technischen Service und die Mitarbeit an der Neuorganisation des Supports. Zu dieser Zeit leitete ich rund 25 Mitarbeiter an sechs Standorten.

Maschinenbau
IT trifft Produktion

Als IT-Systemkoordinator eines Maschinenbauunternehmens mit rund 150 Mitarbeitern gehörten klassische IT, ERP, Produktionssysteme und Maschinen zur gleichen Systemlandschaft.

Dazu zählten zwei eigene Rechenzentren, APplus, ein angebundener italienischer Standort, Produktions- und Logistiksysteme, Paternoster-Lager, Bestückungsautomation, Drehbänke und Maschinensteuerungen. Hinzu kamen Netzwerksegmentierung, Security, externe Systemhäuser, Microsoft 365, mobile Geräte, Budget und Beschaffung sowie die Untersuchung von Alternativen zum bestehenden ERP-System.

Die interessante Frage war dabei nicht, ob etwas „IT“ oder „Produktion“ ist, sondern wovon es abhängt und was bei einer Veränderung ebenfalls betroffen wäre.

iP4.tv
Internationale Softwareentwicklung

Bei iP4.tv arbeitete ich an einer Embedded-Plattform für Set-top-Boxen. Entwicklung und Koordination verteilten sich über China, Griechenland, England und Deutschland, Kunden unter anderem über Dubai, Australien, China und Russland.

Neben der Softwareentwicklung gehörten Systemanalyse, technische Planung, Anforderungen, kundenspezifische Anpassungen, Integration, Tests und Auslieferung zur Aufgabe.

Produktion
Wenn Produktion möglichst nicht stehen soll

Bei einer Plattform mit zeitweise rund 5.000 gleichzeitigen Zuschauern gehörte später auch der Produktionsbetrieb zu meiner Verantwortung. Die Infrastruktur wurde von Prag nach Amsterdam migriert. Die Unterbrechung betrug dabei ungefähr zwei Sekunden.

Solche Migrationen interessieren mich weniger wegen des Umzugs selbst als wegen der Frage, welche Abhängigkeiten vorher verstanden und welche Schritte vorbereitet werden müssen, damit der eigentliche Wechsel möglichst unspektakulär wird.

Heute
Eigene Systeme

Heute entwickle ich unter anderem eigene Software, Dienste und Werkzeuge nach den Prinzipien von Biocodie: kleine, eigenständige und klar abgegrenzte Systeme mit definierten Verantwortlichkeiten, Schnittstellen und Regeln.

Ein aktuelles Beispiel ist das OpenBookRegister, eine offene und föderierte Infrastruktur für Buch- und Publikationsdaten mit APIs, Datenmodellen, dezentralen Identifikationsverfahren und Schnittstellen für Handels- und Kassensysteme.

Daneben betreibe und entwickle ich eigene Unix-, Linux- und OpenBSD-Infrastruktur.

Business & Technologie

Ich habe Unternehmen aufgebaut und geführt, Produkte entwickelt, Projekte geleitet, Software geschrieben, Systeme betrieben, Mitarbeiter geführt, Budgets geplant, Verträge vorbereitet und mit Kunden, Lieferanten und externen Dienstleistern gearbeitet.

Deshalb betrachte ich technische Entscheidungen auch im betrieblichen Zusammenhang. Eine technisch elegante Lösung ist nicht automatisch eine gute Lösung. Sie muss zum Unternehmen, zu den vorhandenen Systemen, zu den Menschen, zu Kosten und Risiken und zur beabsichtigten Entwicklung passen.

Umgekehrt lassen sich betriebliche Entscheidungen häufig nicht sinnvoll treffen, ohne ihre technischen Abhängigkeiten zu verstehen.

Meine Weiterbildung zum Digital Manager (wvib) hat diesen unternehmensweiten Blick noch einmal systematisch über Strategie und Geschäftsmodelle, Produktentwicklung, Produktion, Einkauf und Logistik, Marketing und Vertrieb, Organisation, Personal, IT, Informationssicherheit und rechtliche Rahmenbedingungen geführt.

Zusammenarbeit

Je nach Aufgabe übernehme ich Rollen in Systemanalyse, Technical Discovery, System- und Integrationsarchitektur, technischer Projektleitung oder zeitlich begrenzter technischer Leitung.

Besonders interessant sind für mich komplexe Analyse-, Integrations-, Modernisierungs- und Troubleshooting-Aufgaben, bei denen technische und betriebliche Zusammenhänge zunächst verstanden und belastbare Entscheidungsgrundlagen geschaffen werden müssen.

Ich arbeite projektbezogen und freiberuflich. Remote-Arbeit ist ebenso möglich wie Vor-Ort-Einsätze und projektbezogene Reisetätigkeit. Auch internationale Projekte sind willkommen.

Wichtig sind ein klarer Verantwortungsbereich und ausreichender Zugang zu den Systemen, Informationen und Ansprechpartnern, die für Analyse und Entscheidung relevant sind.

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Und was sonst noch entsteht

Neben der Projektarbeit entwickle ich eigene Software und beschäftige mich mit Betriebssystemen, KI und ihren Möglichkeiten und Grenzen sowie mit Publikationen und Wissensvermittlung.

Hinzu kommen eigene Konzepte zur organischen und systemorientierten Softwareentwicklung und die Beschäftigung mit komplexen Systemen und gesellschaftlichem Zusammenleben.

Dabei entstehen Software, technische Artikel, Bücher, Konzepte und gelegentlich Dinge, für die es noch keine besonders brauchbare Schublade gibt.